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Espresso Data Privacy

Grundlagen

Alternative zu OneTrust: ein fairer Vergleich

OneTrust ist einer der bekanntesten Anbieter für Datenschutz-Software. Wer eine Alternative sucht, will meist die Software selbst betreiben, Löschungen in den eigenen Systemen umsetzen und belegen oder schlanker einsteigen. Hier sehen Sie, worin sich OneTrust und Espresso unterscheiden – und wann welche Lösung passt.

Was ist OneTrust?

OneTrust ist ein Softwareanbieter mit Sitz in Atlanta (USA). Seine Plattform heisst heute «OneTrust AI-Ready Governance Platform» und umfasst sechs Lösungen: AI Governance, Consent & Preferences, Data Use Governance, Privacy Automation, Tech Risk & Compliance und Third-Party Management. Laut eigener Angabe setzt mehr als die Hälfte der Fortune-500-Unternehmen OneTrust ein.

Für Betroffenenanfragen bietet OneTrust «DSR Automation»: Eingang, Identitätsprüfung, Auffinden, Löschen und Schwärzen. In den Zielsystemen gelöscht wird über Integrationen, die per Schnittstelle angesprochen werden; für die ganze Plattform nennt OneTrust über 500 vorgefertigte Integrationen.

Betrieben wird OneTrust als Cloud-Dienst auf Microsoft Azure – gemeinsam mit anderen Kunden oder als «Dedicated Cloud» nur für einen Kunden. Als Standort sind unter anderem die Schweiz (Zürich) und Deutschland (Frankfurt) wählbar. Für die Suche nach Personendaten kann eine Komponente in der Umgebung des Kunden laufen; die Anwendung selbst betreibt OneTrust.

Warum suchen Organisationen eine Alternative?

Die Gründe sind meist dieselben:

  • Betrieb: Die Software soll im eigenen Rechenzentrum oder in der eigenen Cloud laufen – wegen Vorgaben der Aufsicht, eigener Richtlinien oder weil Personendaten die eigene Umgebung nicht verlassen sollen.
  • Umsetzung statt Dokumentation: Das Löschkonzept steht, aber gelöscht werden muss in gewachsenen Kern- und Altsystemen, mit Abhängigkeiten, Freigaben und Nachweis.
  • Umfang und Einstieg: Gebraucht werden wenige, zusammenhängende Aufgaben – nicht eine Plattform für alle Governance-Themen.
  • Nähe: ein Anbieter aus der Schweiz, Verträge nach Schweizer Recht, kurze Wege.

Das sind keine Schwächen von OneTrust, sondern unterschiedliche Anforderungen. Für viele Konzerne ist gerade die Breite der Plattform der Grund für OneTrust.

OneTrust und Espresso im Vergleich

Die Tabelle stellt die Unterschiede nebeneinander, die bei der Auswahl am häufigsten zählen. Angaben zu OneTrust nach den öffentlichen Informationen des Anbieters, Stand Oktober 2026.

OneTrust Espresso Data Privacy
Ausrichtung Breite Plattform für Datenschutz, Einwilligungen, Drittparteien, GRC und KI-Governance Privacy Operations Cockpit: Datenschutzpflichten in den Systemen umsetzen und belegen
Betrieb Cloud-Dienst von OneTrust auf Microsoft Azure, gemeinsam oder dediziert; Standort u.a. Schweiz wählbar Bei Ihnen: im eigenen Rechenzentrum, in der eigenen Cloud oder bei einem Betreiber-Partner
Löschen in den Systemen Über Integrationen und Workflows je Zielsystem Steuerung über viele Systeme in der richtigen Reihenfolge, mit Freigabe durch eine berechtigte Person und Protokoll je Löschlauf
Anbindung Über 500 vorgefertigte Integrationen; eigene Konnektoren über OpenAPI Offene Schnittstellen (REST oder Azure Service Bus), ohne Eingriff in die Fachlogik der Systeme
Weitere Bereiche Cookie-Einwilligung, Drittparteien, GRC, KI-Governance Gespeicherte KI-Daten (Prompts, Transkripte, Copilot) und zweckgebundene Weitergabe mit Pseudonymisierung
Kunden Grosse und kleine Unternehmen; laut eigener Angabe mehr als die Hälfte der Fortune 500 Mittelstand und Organisationen mit gewachsener IT, z.B. Versicherer; Referenz: Pax
Anbieter OneTrust LLC, Atlanta (USA) Yoosana GmbH, Zug (Schweiz)

Wann ist OneTrust die bessere Wahl?

OneTrust passt gut, wenn Sie:

  • Cookie-Einwilligungen, Drittparteien-Management, GRC und KI-Governance auf einer einzigen Plattform bündeln wollen,
  • die Software nicht selbst betreiben wollen und ein Cloud-Dienst zu Ihren Vorgaben passt,
  • international mit vielen Rechtsordnungen arbeiten und ein breites Angebot an Vorlagen und vorgefertigten Integrationen brauchen.

Wann ist Espresso die bessere Wahl?

Espresso passt gut, wenn Sie:

  • Personendaten und die Software, die sie findet und löscht, in Ihrer eigenen Umgebung behalten wollen,
  • in gewachsenen Kern- und Altsystemen löschen müssen – über SAP- und Nicht-SAP-Systeme hinweg, mit Freigaben und Nachweis,
  • mit einem Modul beginnen wollen, etwa der Löschung, und Schritt für Schritt erweitern,
  • einen Anbieter aus der Schweiz mit Verträgen nach Schweizer Recht suchen.

Beides lässt sich auch verbinden: Wer Einwilligungen oder Drittparteien mit einem anderen Werkzeug führt, kann Espresso für Finden, Löschen und Belegen einsetzen.

Wie vergleichen Sie richtig?

Ein Vergleich auf Folien sagt wenig. Prüfen Sie beide Lösungen an Ihren eigenen Fällen:

  1. 1Die drei drängendsten Fälle aufschreiben, z.B. eine Auskunft, eine Löschung über mehrere Systeme und eine Prüfung durch die Revision.
  2. 2Den Betriebsort klären: Darf die Software als Cloud-Dienst laufen, oder muss sie in Ihrer Umgebung bleiben?
  3. 3Beide Anbieter dieselben Fälle in einer Demo zeigen lassen.
  4. 4Die Kosten über drei Jahre vergleichen: Lizenz, Einführung, Anbindung der Systeme und Betrieb.
  5. 5Vor dem Entscheid mit einem Proof of Concept an einem echten System prüfen.

Mehr zur Auswahl von Datenschutz-Software

So unterstützt Espresso

Espresso setzt dort an, wo Datenschutz in den Systemen wirken muss – und läuft bei Ihnen.

  • Läuft bei Ihnen

    Im Rechenzentrum, in Ihrer Cloud oder bei einem Betreiber-Partner. Ihre Personendaten bleiben unter Ihrer Kontrolle.

  • Löschen mit Nachweis

    Löschungen über viele Systeme steuern – mit Freigabe durch eine berechtigte Person und einem Protokoll je Löschlauf. Seit 2024 im Produktivbetrieb.

  • Modul für Modul

    Sechs Module, einzeln lizenzierbar: mit einem beginnen und Schritt für Schritt bis zum Cockpit für alle Datenschutzpflichten erweitern.

Häufige Fragen

Ist Espresso ein Ersatz für OneTrust?

Für Finden, Verzeichnis, Betroffenenanfragen und Löschen ja – diese Aufgaben deckt Espresso ab, und es läuft bei Ihnen. Cookie-Einwilligung, Drittparteien-Management und GRC gehören nicht zu Espresso; dafür können Sie bestehende Werkzeuge weiter nutzen.

Kann man OneTrust im eigenen Rechenzentrum betreiben?

OneTrust beschreibt in seinem Hilfe-Center zwei Varianten, beide von OneTrust auf Microsoft Azure betrieben: eine gemeinsame Cloud und eine «Dedicated Cloud» für einen einzelnen Kunden. Für die Suche nach Personendaten kann eine Komponente in Ihrer Umgebung laufen. Ein aktuelles Angebot für den Betrieb der ganzen Anwendung im eigenen Rechenzentrum haben wir in den öffentlichen Unterlagen nicht gefunden – fragen Sie im Zweifel direkt bei OneTrust nach.

Ist Espresso günstiger als OneTrust?

Beide Anbieter veröffentlichen keine Preise. Espresso wird je Modul lizenziert; Sie bezahlen für das, was Sie einsetzen. Vergleichen Sie die Kosten über drei Jahre, einschliesslich Einführung und Betrieb.

Wie beginne ich mit Espresso?

Mit einem Gespräch und einer Demo. Ein Assessment liefert in sechs Wochen ein Lagebild; ein Proof of Concept prüft Espresso an einem Ihrer Systeme.

Sehen Sie Espresso in 30 Minuten

Wir zeigen Ihnen das Cockpit mit Beispieldaten – und besprechen, wo Sie beginnen.

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oder direkt an info@espressodataprivacy.com