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Espresso Data Privacy

Grundlagen

Datenschutz-Software auswählen

Unter «Datenschutz-Software» laufen sehr verschiedene Werkzeuge: von der Einwilligung auf der Website über das Verzeichnis bis zur Löschung in Kernsystemen. Ein Überblick über die Arten, die wichtigste Unterscheidung und Kriterien, mit denen Sie die passende Lösung finden.

Welche Arten von Datenschutz-Software gibt es?

Der Begriff ist breit. Die meisten Werkzeuge lassen sich einer oder mehreren dieser Arten zuordnen:

Art Wofür Wo sie aufhört
Einwilligungen und Cookies Einwilligungen auf Websites und in Apps einholen und verwalten betrifft nur Daten, die über diese Kanäle erhoben werden
Dokumentation und Verzeichnisse Verzeichnis der Bearbeitungstätigkeiten, Folgenabschätzungen, Richtlinien, Fragebögen beschreibt Pflichten, setzt sie aber nicht in den Systemen um
Finden und Klassifizieren Personendaten in Ablagen, Datenbanken und Cloud-Diensten aufspüren zeigt, wo Daten liegen – gelöscht ist damit noch nichts
Betroffenenanfragen Auskunfts- und Löschbegehren erfassen, Fristen überwachen, beantworten oft ohne Suche in den eigenen Systemen und ohne Löschung
Löschen über Systeme fällige Daten in Kern-, Umsystemen und Archiven löschen und belegen braucht eine Anbindung der Systeme
KI-Daten gespeicherte Prompts, Transkripte und KI-Ergebnisse kontrollieren ersetzt keine allgemeine KI-Governance
Geschützte Weitergabe Daten maskiert oder pseudonymisiert weitergeben, etwa für Tests oder KI nur so gut wie die Erkennung der Personendaten

Die wichtigste Unterscheidung: dokumentieren oder umsetzen

Viele Werkzeuge halten fest, was geschehen soll: welche Daten wie lange aufbewahrt werden, wer zuständig ist, welche Massnahmen gelten. Das ist nötig – aber es löscht keinen einzigen Datensatz.

Ob eine Pflicht erfüllt ist, entscheidet sich in den Systemen: ob fällige Daten tatsächlich gelöscht sind, ob eine Auskunft vollständig ist, ob Daten nur pseudonymisiert weitergegeben werden. Wer Revision und Aufsicht Belege zeigen muss, braucht deshalb Werkzeuge, die in den Systemen wirken und jeden Schritt protokollieren.

Beides schliesst sich nicht aus: Die Dokumentation liefert die Vorgaben, ein umsetzendes Werkzeug setzt sie um und meldet zurück, was geschehen ist.

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Suite oder Einzelwerkzeuge?

Eine Suite deckt mehrere Arten ab, ein Einzelwerkzeug eine. Beides hat Vor- und Nachteile:

Kriterium Suite Einzelwerkzeuge
Zusammenspiel Funde, Fristen und Nachweise fliessen ohne eigenes Schnittstellenprojekt Schnittstellen zwischen den Werkzeugen nötig
Einstieg gut, wenn Module einzeln lizenzierbar sind gezielt für ein einzelnes Problem
Kosten oft günstiger, sobald mehrere Aufgaben abgedeckt werden sollen niedrig für ein Werkzeug, steigend mit jedem weiteren
Abhängigkeit von einem Anbieter von mehreren Anbietern und ihren Schnittstellen
Bedienung eine Oberfläche, ein Rollenmodell je Werkzeug eigene Oberfläche und Rechte

Entscheidend ist weniger die Zahl der Funktionen als die Frage, ob Sie mit dem beginnen können, was heute drängt – und später ausbauen, ohne neu anzufangen.

Kriterien für die Auswahl

Diese Fragen helfen, Anbieter zu vergleichen:

  • Reicht die Software in Ihre Systeme – auch in alte Kernsysteme, Archive und Eigenentwicklungen?
  • Wo läuft sie: in Ihrem Rechenzentrum, in Ihrer Cloud oder beim Anbieter? Welche Daten verlassen Ihr Haus?
  • Liefert sie Nachweise, die Revision und Aufsicht akzeptieren – etwa ein Protokoll pro Löschlauf?
  • Deckt sie die Pflichten ab, die für Sie gelten, etwa nach Schweizer DSG und DSGVO?
  • Gibt es Rollen und Freigaben, sodass heikle Schritte nicht von einer Person allein ausgelöst werden?
  • Lassen sich Module einzeln lizenzieren und später ergänzen?
  • Wie lange dauert die Einführung, und wer unterstützt Sie dabei?
  • Verstehen Fachleute aus Datenschutz, IT und Revision die Oberfläche ohne lange Schulung?

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Fragen, die Sie jedem Anbieter stellen sollten

Eine Demo zeigt, was eine Software kann. Diese Fragen zeigen, ob sie zu Ihnen passt:

  • «Zeigen Sie mir eine Löschung in einem System wie unserem – und den Nachweis dazu.»
  • «Welche unserer Daten verlassen unser Haus, und wohin?»
  • «Wie wird ein System angebunden, für das es keinen fertigen Anschluss gibt?»
  • «Was sehen Revision und Aufsicht, wenn sie nach Belegen fragen?»
  • «Womit können wir beginnen, und was kostet der Ausbau?»
  • «Wo ist Ihre Software heute produktiv im Einsatz?»

So gehen Sie bei der Auswahl vor

  1. 1Bestandsaufnahme: Wo liegen Personendaten, welche Pflichten sind offen, was drängt?
  2. 2Anforderungen festlegen – mit dem dringendsten Problem als Massstab
  3. 3Demo mit Ihren eigenen Fällen statt mit Standardfolien
  4. 4Proof of Concept in Ihrer Umgebung, mit vorher vereinbarten Erfolgskriterien
  5. 5Einführung schrittweise, beginnend mit einem Modul oder einem System

Häufige Fehler

  • nach der Länge der Funktionsliste kaufen statt nach dem dringendsten Problem
  • nur dokumentieren und die Umsetzung auf später verschieben
  • den Betriebsort erst nach dem Kauf klären
  • alle Module auf einmal einführen wollen
  • den Aufwand für die Anbindung der eigenen Systeme unterschätzen

So unterstützt Espresso

Espresso Data Privacy setzt Datenschutzpflichten in Ihren Systemen um – als Suite mit sechs einzeln lizenzierbaren Modulen.

  • Umsetzen, nicht nur dokumentieren

    Espresso löscht über viele Systeme und belegt jede Löschung mit einem Protokoll.

  • Einzeln lizenzierbar

    Sie beginnen mit dem Modul, das drängt, und bauen aus, wenn Sie so weit sind.

  • Läuft bei Ihnen

    In Ihrem Rechenzentrum, in Ihrer Cloud oder bei einem Betreiber-Partner.

Häufige Fragen

Was ist Datenschutz-Software?

Software, die Organisationen hilft, Datenschutzpflichten zu erfüllen – vom Einholen von Einwilligungen über Verzeichnisse und Betroffenenanfragen bis zum Löschen und Belegen in den eigenen Systemen.

Brauchen wir eine Suite?

Nicht zwingend. Eine Suite lohnt sich, wenn mehrere Aufgaben zusammenspielen sollen – etwa Funde, Fristen, Löschung und Nachweis. Wichtig ist, dass Sie mit einem Modul beginnen können.

Reicht ein Verzeichnis der Bearbeitungstätigkeiten?

Für die Dokumentationspflicht ja. Löschpflichten, Auskünfte und Nachweise verlangen zusätzlich, dass in den Systemen gehandelt wird.

Wie lässt sich das Risiko einer Fehlentscheidung senken?

Mit einer Bestandsaufnahme vor der Auswahl und einem Proof of Concept mit vorher vereinbarten Erfolgskriterien in Ihrer eigenen Umgebung.

Sehen Sie Espresso in 30 Minuten

Wir zeigen Ihnen das Cockpit mit Beispieldaten – und besprechen, wo Sie beginnen.

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