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Espresso Data Privacy

Weitergeben

Testdaten ohne echte Personendaten

Testdaten sollen sich wie echte Daten verhalten, aber keine echten Personen enthalten. Dafür werden Personendaten aus produktiven Beständen maskiert oder durch Ersatzwerte mit gültigem Format ersetzt – so funktionieren Prüfungen und Abläufe in Testsystemen weiter.

Warum produktive Daten nicht in Testsysteme gehören

Personendaten dürfen nur zu dem Zweck bearbeitet werden, zu dem sie beschafft wurden, oder zu einem damit vereinbaren Zweck (Art. 6 Abs. 3 DSG, Art. 5 Abs. 1 lit. b DSGVO). Software zu testen ist damit oft nicht ohne Weiteres vereinbar.

Dazu kommt die Sicherheit: Testumgebungen sind oft weniger geschützt, mehr Personen haben Zugriff, und externe Entwicklerinnen und Entwickler arbeiten mit. Datenschutz durch Technik (Art. 7 DSG, Art. 25 DSGVO) verlangt, solche Risiken mit angemessenen Massnahmen von vornherein zu verringern.

Welche Verfahren gibt es?

Verfahren Ergebnis Geeignet für
Maskieren Angaben werden unkenntlich gemacht. Ansicht von Dokumenten, Schulungen
Ersatzwerte mit gültigem Format Realistische Werte; Prüfungen und Schnittstellen funktionieren weiter. Testsysteme, Integrationstests
Pseudonymisieren Rückbezug zur Person mit der Zuordnung möglich. Analysen mit Rückfrage, Fehlersuche
Synthetische Daten Ohne Bezug zu echten Personen erzeugt. Frühe Entwicklung, Lasttests

Worauf es bei Testdaten ankommt

  • Gültiges Format: Kennungen wie IBAN oder AHV-Nummer bestehen die Prüfungen der Anwendung.
  • Zusammenhang: Dieselbe Person erhält in zusammengehörenden Daten denselben Ersatzwert.
  • Freitext nicht vergessen: Namen stehen oft in Bemerkungsfeldern und Dokumenten.
  • Nachkontrolle: Das Ergebnis auf verbliebene ungeschützte Angaben prüfen.
  • Nachweis: Festhalten, wer welche Testdaten wofür erhalten hat.

Daten zweckgebunden weitergeben

Was für Testdaten gilt, gilt für jede Weitergabe: an Analyse-Teams, an Dienstleister oder an eine KI. Der Grundsatz lautet, nur so viel Personenbezug weiterzugeben, wie der Zweck verlangt – und für jeden Empfänger und Zweck festzuhalten, was weitergegeben wurde.

Pseudonymisierung und Anonymisierung im Vergleich

So unterstützt Espresso

Privacy Delivery erstellt geschützte Exporte und Testdaten mit gültigem Format – und hält fest, wer was erhalten hat.

  • Testdaten

    Ersatzwerte mit gültigem Format – realistisch, aber ohne echte Personen.

  • Geschützte Exporte

    Daten aus einer Quelle pseudonymisiert exportieren, mit Nachkontrolle auf verbliebene ungeschützte Angaben.

  • Für Ihre Anwendungen

    Über eine Schnittstelle mit eigenen Schlüsseln je Anwendung – befristet und jederzeit widerrufbar.

Häufige Fragen

Dürfen wir produktive Daten für Tests verwenden?

Nur ausnahmsweise, mit einer tragfähigen Begründung und gleichwertigem Schutz wie in der Produktion. Besser sind Testdaten ohne echte Personen.

Sind maskierte Testdaten anonym?

Nicht zwingend. Besteht ein Rückweg zur Person oder machen verbliebene Angaben sie bestimmbar, handelt es sich weiterhin um Personendaten.

Funktionieren Prüfungen in den Testsystemen noch?

Ja, wenn die Ersatzwerte ein gültiges Format haben. Dann bestehen Kennungen die Prüfungen der Anwendung wie echte Werte.

Können Testdaten automatisch erzeugt werden?

Ja. Ihre Anwendungen können Privacy Delivery über die Schnittstelle nutzen, mit eigenen Schlüsseln, die nur die vergebenen Rechte haben.

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